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ÖDP beantragt Überarbeitung des Bussystems im Landkreis Dachau

Öffentlicher Personennahverkehr: Die Fraktion der ÖDP im Dachauer Kreistag hat eine komplette Überarbeitung des Bussystems beantragt. Sie zeigt sich damit unzufrieden über die Umsetzung des 2018 beschlossenen Nahverkehrsplans, der keine entscheidende Entlastung für den Verkehr im Landkreis bewirkt.

Die ÖDP Dachau setzt im Nahverkehr nicht alleine auf eine Ausweitung des Angebotes durch neu festgelegte Grundversorgungszeiten und dementsprechende Taktverdichtungen, sondern erneuert ihre Forderung nach einer Neukonzeption auch des Liniensystems, wie sie es bereits vor 5 Jahren im Kreistag beantragt hatte. „Vermutlich ist der Landrat der Ansicht, dass unser Anliegen Ende 2018 mit dem Nahverkehrskonzept erledigt worden sei“, so Kreisrat Georg Weigl. „Das ist aber nur zu einem Teil der Fall. Mehr als eine etwas bessere Umstiegszeit einiger Verbindungen zur S-Bahn wird dabei nicht herauskommen. Was wir brauchen, ist viel mehr ein Konzept, mit dem wir möglichst viele neue Fahrgäste für den öffentlichen Personennahverkehr gewinnen.“

Die ÖDP bemängelt insbesondere, dass für die Taktverdichtungen viel Geld verschwendet werden könnte. „Es hat 2 Jahre gedauert, das Nahverkehrskonzept zu erarbeiten, es hat viel Zeit gebraucht, die Umsetzung vorzubereiten, und diese Umsetzung kostet den Landkreis viele Millionen Euro“, ärgert sich Dr. Hauke Stöwsand, Kreisvorsitzender und Landratskandidat. „Wenn die Busse in naher Zukunft dann öfter unterwegs sind, werden viele davon mehr oder weniger Leerfahrten bleiben.“

Überprüft sehen will die ÖDP insbesondere auch die bestehenden Linienführungen der Busse, welche zum großen Teil aus Schulbuslinien entstanden sind, auf ihre Tauglichkeit in Punkto Berufs- und Alltagsverkehr. Diese gelte es zu überarbeiten und an den neuen Nahverkehrsplan anzupassen. Vorgehen will sie dabei in zwei Schritten. Zunächst soll untersucht werden, wie ein sinnvolles Konzept für alle notwendigen Buslinien aussehen könnte, in welchem mit Sicherheit zusätzlich zu den existierenden Linien auch ganz neue oder stark veränderte Linien enthalten sind. „Denn angefahren werden müssen im Prinzip alle Ortschaften ab 200 Einwohnern und nicht lediglich die Punkte, an denen morgens um 7 Schüler warten“, erklärte Weigl.

In einem nächsten Schritt ist dann zu planen, wie der Landkreis möglichst schnell und reibungslos den Ist- in den Soll-Zustand überführt. Die ÖDP’ler wissen freilich, dass das nicht immer sofort möglich sein wird. „Denoch, so mancher Vertrag kann bestimmt während der Laufzeit angepasst werden – man muss es nur anpacken“, so Stöwsand. Erst dann sei gewiss, ob die neuen Tangentiallinien nicht nur sinnvoll erscheinen, sondern es auch tatsächlich sind.

Letztendlich will die ÖDP damit nicht nur eine Entlastung der Straßen im Landkreis erreichen, sondern den Einstieg in eine echte Verkehrswende, weil der ÖPNV eine attraktive, ökosoziale Alternative zum Individualverkehr bietet.

Für weitere Fragen stehen Ihnen Georg Weigl und Dr. Hauke Stöwsand zur Verfügung.

Für den Kreisvorstand
Dr. Hauke Stöwsand           
ÖDP Dachau

Der Antrag im Wortlaut


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