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Tschernobyl-Mahnwache am 26.4.2022

Zum 36. Jahrestag der Reaktorkatastrophe hatten sich 11 Teilnehmer am Unteren Markt in Dachau versammelt, um den Opfern der Reaktorkatastrophe und den Opfern des aktuellen Ukraine-Kriegs zu gedenken.

Teilnehmer der Mahnwache

"36 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl schauen wir wieder voller Sorge in die Ukraine. Wie gerade gemeldet wurde, sind heute russische Marschflugkörper in niedriger Höhe über Europas größtes Atomkraftwerk Saporischschja geflogen. Eine einzige Rakete, die absichtich oder fehlgeleitet ein Atomkraftwerk trifft, wird erneut weite Landstriche in der Ukraine und möglicherweise in ganz Europa verstrahlen", so stimmte Adrian Heim, Mitglied des Kreisvorstands der ÖDP, die Teilnehmer der heutigen Mahnwache ein. Zum 36. Jahrestag der Reaktorkatastrophe hatten sich 11 Teilnehmer am Unteren Markt in Dachau versammelt, um den Opfern der Reaktorkatastrophe und den Opfern des aktuellen Ukraine-Kriegs zu gedenken.

"Atomkraftwerke sind schon in Friedenszeiten mit einem hohen Risiko behaftet - in Kriegszeiten wird das Risiko unkalkulierbar. Nicht nur der direkte Beschuss kann eine Katastrophe auslösen. Auch der Ausfall der Stromversorgung kann dazu führen, dass ein Atomreaktor ausser Kontrolle gerät. Denn Notstromgeneratoren brauchen regelmäßig Diesel-Nachschub, der in Kriegszeiten nicht gewährleistet kann. Und wer in Deutschland darüber nachdenkt, wieder Zivilschutzbunker zu bauen, um auf das Undenkbare (ein Krieg in Deutschland) vorbereitet zu sein, muss sich eigentlich auch Gedanken um die schlecht gesicherten Atommüll-Zwischenlager an unseren Atomkraftstandorten machen", so Adrian Heim.

Die Mahnwache endete mit einer Schweigeminute für die Opfer und der Hoffnung auf ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs.

Adrian Heim
ÖDP Dachau

Autor/in:
Adrian Heim
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