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Pressemitteilung

Tschernobyl-Mahnwache

Tschernobyl-Mahnwache in Dachau

Teilnehmer der Tschernobyl-Mahnwache mit "Atomkraft Nein Danke" Sonnen

Auf Einladung der Kreisgruppe Dachau des BUND Naturschutz und des Dachauer Kreisverbands der ÖDP haben sich am Freitag, dem 26. April in Dachau 10 Personen zu einer Tschernobyl-Mahnwache eingefunden.#

"Ich bekomme häufig die Frage gestellt, warum wir noch eine Tschernobyl-Mahnwache veranstalten. Der Atomausstieg in Deutschland sei doch vollzogen", berichtete Adrian Heim, Mitglied des Kreisvorstands der Dachauer ÖDP. Zur Begründung führte er auf: "Beide Katastrophen in Fukushima und Tschernobyl sind noch lange nicht bewältigt und werden noch Jahrzehnte lang Geld und Ressourcen binden, viele Menschen mussten flüchten und können nicht in ihre Heimat zurückkehren. In Deutschland sind zwar die Atomkraftwerke abgeschaltet, die Endlagerfrage ist aber noch immer vollkommen ungeklärt. Und die Brennelementefabrik in Lingen produziert weiterhin Brennelemente für Reaktoren in anderen Staaten und verarbeitet sogar russisches Uran. Gründe genug also, weiterhin jedes Jahr an die Folgen der Nutzung der Atomenergie zu erinnern".

Darüber hinaus forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Mahnwache angesichts der Europawahl, die Förderung der Atomkraft auf europäischer Ebene zu beenden. "Der Euratom-Vertrag muss gekündigt werden, und Atomkraft darf nicht mehr über die sogenannte Taxonomie als nachhaltige Finanzinvestition gefördert werden", so Dr.Roderich Zauscher, Vorsitzender des Bund Naturschutzes im Landkreis Dachau.

Mit freundlichen Grüßen

Dr.Roderich Zauscher, BUND Naturschutz, Kreisgruppe Dachau
Adrian Heim, ÖDP Kreisverband Dachau

Anlage: Foto der Mahnwache, Dachau, Unterer Markt, 26.4.2024

Autor/in:
Adrian Heim
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