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Pressemitteilung

„Diesen Tag haben wir herbeigesehnt.“

Endlich abgeschaltet - Dachauer ÖDP feiert Atomausstieg

Anti-Atom-Sonne mit Zusatztext "Sonne, Wind und Wasser?" - Ja Bitte

Seit Samstag wird in Isar 2 kein Atomstrom mehr erzeugt. „Diesen Tag haben wir herbeigesehnt“, sagt ÖDP Landtagsdirektkandidat Adrian Heim im Namen des gesamten Kreisvorstands. Damit wächst auch endlich der Atommüllberg nicht weiter. Denn bei aller Freude über den vollendeten Atomausstieg in Deutschland bleibt ein Makel: „Meine Generation hinterlässt unseren Kindern und Enkeln ein ungelöstes Endlagerproblem. Das ist ein Thema, was mich sehr bedrückt. Ich empfehle allen Ländern, die neu in die Atomkraft einsteigen wollen, zuerst über die Entsorgung nachzudenken“, so Adrian Heim.

Die Versorgungssicherheit ist nach Überzeugung der Dachauer ÖDP auch nach der Abschaltung gewährleistet. „Wer das Gegenteil behauptet, sagt die Unwahrheit. Kein Land in Europa hatte 2022 einen so großen Strom–Exportüberschuss wie Deutschland. Deutschland ist somit Stromexport-Europameister und das, obwohl bereits Ende 2021 drei AKW stillgelegt wurden. Im Streckbetrieb der letzten Monate brachten die Reaktoren nur noch rund 5% des deutschen Gesamtstrombedarfs.“, so die ÖDP Kreisvorsitzenden Lydia Bartmann und Dagmar Hamberger.

Um die Energiewende zu vollenden und die letzten Kohlekraftwerke abschalten zu können, müssen nun alle bürokratischen Hürden, die den Ausbau der erneuerbaren Energien behindern, abgeschafft werden. Wir brauchen sozusagen LNG-Geschwindigkeit auch für den Bau von Windkrafträdern und den Ausbau der Stromnetze auf allen Spannungsebenen. „Wir wollen, dass Windkrafträder zukünftig genauso schnell genehmigt und gebaut werden wie Terminals für das klimaschädliche LNG. Und natürlich muss in Stromspeicher investiert werden“, so Adrian Heim.

Am meisten ärgert die ÖDP in Dachau, „dass Aussagen zu einer angeblichen Energieverknappung ausgerechnet von der Partei verbreitet werden, die unser Land in die Energie-Abhängigkeit von Despoten und Kriegsverbrechern getrieben hat. CDU und CSU haben in den Koalitionen mit der SPD bzw. FDP den Ausbau der erneuerbaren Energien mit einer überbordenden Bürokratie systematisch behindert und so Bayerns Abhängigkeit von fossilen Energie­trägern zementiert“, kritisiert Adrian Heim. „Ganz besonders hat die CSU zusammen mit den Freien Wählern im Freistaat die Windkraft zulasten der Wirtschaft ausgebremst. Die sollten jetzt eigentlich mal kleinlaut zugeben: Tut uns leid, wir haben es vergeigt!“

Dagmar Hamberger
ÖDP Dachau

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