Zur Hauptnavigation springenZum Hauptinhalt springen

11.März 2021 - 10 Jahre Fukushima

Die Atomkatastrophe von Fukushima geht nun in das elfte Jahr. Auch zehn Jahre nach Beginn sind die Reaktorruinen nicht unter Kontrolle. Es gibt nach wie vor keine gesicherten Erkenntnisse zu den geschmolzenen Reaktorkernen, und die Lagerkapazitäten für radioaktiv verseuchtes Kühlwasser gehen zur Neige, weshalb nun das Wasser in den Pazifik geleitet werden soll. Grund genug für die ÖDP und ihre Kreisvorsitzende Dagmar Hamberger, Fukushima nicht zu vergessen:

Vertreter des Bund Naturschutzes, ÖDP, Bündnis für Dachau, Parents for Future und den Grünen vor dem "ausgestrahlt"-Plakat

"Wir denken heute in Solidarität an die Bewohner Japans und der Pazifikregion und die Probleme, die der Reaktorunfall in Fukushima im Jahr 2011 dort unmittelbar verursacht hat, aber auch die Auswirkungen, die es noch langfristig geben wird, u.a. auch durch den Eintrag von kontaminiertem Wasser ins Meer.

Atomunfälle wie in Fukushima, in Tschernobyl, in Harrisburg machen folgendes deutlich:
Atomenergie ist nicht nur bei der Gewinnung von spaltbarem Material, sondern auch im Betrieb keine "saubere" Alternative zu den endlichen fossilen Energieträgern mit ihren klimaschädlichen Auswirkungen. Ganz zu schweigen von der zeitlich nicht absehbaren Last, die wir allen nach uns kommenden Generationen mit den Abfällen daraus aufbürden.

Man mag da zuerst an große politische Stellschrauben denken und sich etwas machtlos fühlen. Vielleicht möchten Sie dennoch selbst im Kleinen anfangen, sich zu informieren, z.B. mit den Stichworten "UN-Nachhaltigkeitsziele" oder "CO2-Fußabdruck". Auch die Verbraucherzentralen oder das Münchner Umweltinstitut bieten verlässliche Informationsquellen.

Der Weg zum Handeln ist dann nicht weit: Denken Sie beim nächsten Einkauf oder auch bei einer anstehenden Investition in ein neues Fahrzeug oder in eine neue Heizungsanlage gezielt über mögliche Alternativen nach. Bringen Sie sich in lokale Planungsprozesse und Bürgerdialoge ein, damit zum Beispiel der öffentliche Nahverkehr und das Radwegenetz sinnvoll ausgebaut werden können. "Nachhaltiger" muss nicht automatisch "teurer" oder "umständlich" bedeuten und auch heute gilt der treffende Satz: Wir haben die Welt nur von unseren Enkeln geliehen."

Aufgrund der Corona-Situation entfällt aber dieses Jahr unsere öffentliche Mahnwache zum Fukushima-Gedenken. Stattdessen gab es einen Pressetermin an der Plakatwand, die BN und ÖDP in der Stadt Dachau zum Fukushima-Gedenken gebucht haben. Wir bedanken uns bei den Vertretern des Bund Naturschutzes, ÖDP, Bündnis für Dachau, Parents for Future, SPD  und den Grünen für die Beteiligung an dieser Aktion.

Dagmar Hamberger und Adrian Heim, ÖDP Dachau