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persönlicher Kommentar

Riesenvermögen in den Händen Einzelner verhindern

Leserbrief zum Artikel "Reiche haben in Deutschland zu viel Macht", erschienen in der Süddeutschen Zeitung am 27.1.2926

Wenn wir die Entwicklungen in den USA betrachten, sind die Bedenken von Miriam Rehm sehr berechtigt. Die Themen Erbschaftsteuer und Vermögensteuer sind nicht mehr nur eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Es geht viel mehr um die Frage, wer hat die Macht im Staat. Wenn wenige Supereiche in den USA den Wahlkampf zu einem wesentlichen Teil finanzieren, ist dies höchst gefährlich. Noch sind wir von den Verhältnissen wie sie in den USA sind ein Stück weit weg. Aber auch bei uns sammelt sich massiv Vermögen in den Händen von ganz wenigen. Um Missverständnisse vorzubeugen: Es geht nicht um das Häuschen der Oma und auch nicht um den mittelständischen Betrieb mit ein paar hundert Angestellten, der von einer Generation auf die nächste übertragen wird. Wir brauchen keine Sozialneiddebatten! Es geht vielmehr um die wenigen Superreiche im Land, die sich politisch "einkaufen". Es ist dringend geboten, der Fehlentwicklung bei der Vermögensverteilung entgegenzuwirken. 

Irritierend ist, dass sich die CSU gegen die Begrenzung von Riesenvermögen in den Händen Einzelner so sträubt. Das Erbschaftsteuerrecht ist zwar reines Bundesrecht, so dass den Landesgesetzgebern die Hände gebunden sind. Aber dennoch: Ein Blick in die Bayerische Verfassung bringt einen auf sinnvolle Gedanken. Dort heißt es wörtlich: "Die Erbschaftsteuer dient auch dem Zwecke die Ansammlung von Riesenvermögen in den Händen Einzelner zu verhindern."

Link zum Zeitungsartikel (leider hinter Bezahlschranke): https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ungleichheit-deutschland-reiche-interview-macht-einfluss-li.3372503

Autor/in:
Michael Haunschild
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